Percy Jackson - Diebe im Olymp
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Durchschnittliche Kundenbewertung:Produktinformation
- Verkaufsrang: #57 in DVD
- Erscheinungsdatum: 2010-07-16
- Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
- Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
- Formate: Dolby, PAL, Widescreen
- Originalsprache: Deutsch, Englisch, Italienisch
- Untertitel in: Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch
- Länge: 113 Minuten
Beschreibung
VideoMarkt
Percy Jackson ist 17 und ein ganz normaler amerikanischer Schüler, als er eine erstaunliche Entdeckung macht. Er ist der Sohn des griechischen Gottes Poseidon und in großer Gefahr. Denn Poseidons Bruder Zeus beschuldigt Percy, ihm die mächtigste Waffe, den Blitz, gestohlen zu haben. Bringt er ihn nicht zurück, droht die Erde Schauplatz eines vernichtenden Götterkriegs zu werden. Unterstützt von einem Satyr und einer jungen Halbgöttin muss Percy den Dieb finden und seine im Totenreich gefangene menschliche Mutter retten.
VideoWoche
Chris Columbus, der bereits das Bestsellerphänomen "Harry Potter" erfolgreich im Kino lancierte, führt nun auch einen möglichen Nachfolger im lukrativen Fantasyfranchise großformatig ein. Das erste aufwendige Leinwandabenteuer von Rick Riordans Halbgotthelden Percy Jackson macht alte griechische Mythen einem jungen Publikum schmackhaft. Mit effektlastigen Actionduellen gegen Medusa und anderen mythologische Kreaturen, einem lockeren, humorvollen Ton und einer Starbesetzung, die sich vor dem themennahen "Kampf der Titanen" nicht verstecken muss.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Fantasyspektakel über den Sohn Poseidons, der Abenteuer mit gefährlichen Kreaturen aus der griechischen Mythologie bestehen muss, um seine menschliche Mutter zu retten.
Kundenrezensionen
Potenzial verfehlt
Ich möchte vorab betonen, dass ich keineswegs die Meinung vertrete: "Der Film reicht überhaupt nicht ans Buch heran!" Ich finde sogar, dass es allerhand sehr gelungene Verfilmungen gibt - allein die Harry-Potter-Filme, um im Genre zu bleiben. Umso erstaunlicher finde ich es, dass gerade bei den Potter-Filmen die Vorlage meist recht umfangreich war und der Kern der Handlung trotzdem getroffen wurde - denn genau der fehlt bei dem vorliegenden Film, wenn man ihn als Adaption bewertet.
Als der Film herauskam, hab ich Kritiken gelesen wie: "Die sind ja viel älter als im Buch!" und "Warum kämpft er gegen eine Hydra, das war doch eine Chimäre im Buch!" Das sind meiner Meinung nach absolute Kleinigkeiten (ich fand es sogar gut, ältere Schauspieler zu nehmen). Und dass Annabeth nun brünett ist, der Schauplatz von St. Louis nach Nashville verlegt wurde usw. - natürlich kann sich ein Regisseur dieser Freiheiten bedienen. Ich kann sogar ansatzweise verstehen, dass einige Charaktere gestrichen wurden, selbst die, die im Buch keine unwesentliche Rolle spielen (Mr. D, Clarisse; bei Ares wird's allerdings schon heikler).
Was jedoch eindeutig fehlt, ist die Grundessenz des Buches. Dazu folgen
******** SPOILER ********
Im Buch weiß Percy nicht, dass seine Mutter bei Hades ist. Das ist schiere Hoffnung seinerseits und dass er loszieht, um den Blitz zu finden, ist eher ein Vorwand, um seine Mutter ausfindig zu machen. Dieses nicht uneigennützige Motiv macht seinen Charakter viel komplexer als im Film, wo er von Anfang an weiß, dass seine Mutter noch am Leben ist.
Gleichermaßen gravierend ist die Szene, die das Kapitel beschließt: Die Reise in den Hades und die anschließende Flucht. Dass die Kids im Film die Perlen finden müssen, die ihnen eine Flucht aus der Unterwelt ermöglichen, ist ebenfalls ein Unterschied, der mich aber nicht stört; wohl aber, dass im Film sein Freund Grover anbietet, in der Unterwelt zurückzubleiben, damit Percy seine Mutter mitnehmen kann. Auch im Buch haben sie nur drei Perlen, aber Percy erkennt, dass er Hades vertrauen muss, dass er seine Freunde braucht, um das Abenteuer zum Abschluss zu bringen - und dass er seine Mutter zurücklassen muss. Das zeigt Reife und macht die Handlung sehr viel tiefer.
Der jedoch größte Fehler von Chris Columbus bestand darin, Kronos aus der Handlung zu streichen - Kronos, der Vater der drei großen Götter Zeus, Poseidon und Hades, der von seinen Söhnen pulverisiert und in den Tartarus (die tiefsten Ort der Unterwelt) verbannt wurde und nun nach einer Ewigkeit Götter und Halbgötter rekrutiert (darunter Ares und Luke), um zu neuem Leben zu erwachen und die Götter vom Olymp zu stoßen. Kronos ist das Böse, die Kraft, die alles übersteigt, und die der Buchreihe erst den rechten Antrieb verleiht - denn man gibt Luke ja nicht in Buch 1 gleich auf. Im Film hingegen existiert kein Kronos und Luke ist der Oberbösewicht mit einem reichlich albernden Motiv - er ist beleidigt und meint, es sei an der Zeit, dass die Götter in den Ruhestand gehen. Seine tiefe Verbitterung als Sohn von Hermes, sein wahres Motiv, sich mit dem Bösen einzulassen - nichts davon ist im Film vorzufinden.
Die Stärken des Films sind das Tempo und die Darsteller, sogar Pierce Brosnan überzeugt als Zentaur. Für die Schauspieler bekommt der Film dann auch noch einen dritten Stern, als Verfilmung an sich hat er mehr als zwei auf keinen Fall verdient. Aber wenn man die Buchvorlage außer Acht lässt, ist er sicherlich ein spannender Fantasy-Film vor allem für junge Leute.
Natürlich ist Columbus' Gedankengang einleuchtend: Ist Percy Jackson ein Flop, so funktioniert der Film als Stand-Alone wunderbar. Und kommt doch noch eine Fortsetzung, kann man ja Kronos doch noch irgendwie einflechten. Nichtsdestotrotz entreißt er der Story damit den Grundkern und macht ein visuelles Actionspektakel daraus, das den großen Stars Sean Bean und Uma Thurman natürlich extra screening time gewährt, und eher durch die Monster besticht als durch die Handlung. Damit ist Percy Jackson, wie ein US-Kritiker so passend schrieb, "not only a lot less funnier than the book, it's also a lot less fun."
Schöner Film
Ich habe das Glück, dass ich den Film gesehen habe, bevor ich das Buch kannte.
Mich hat die Handlung sofort angesprochen, daher bin ich ins Kino gegangen.
Wer das Buch schon gelesen hat, muss bereit sein sich auf eine völlig neue Geschichte einzulassen.
Ich finde auch im Nachhinein, dass die Schauspieler gut besetzt sind (auch wenn Anabeth außerlich von der Beschreibung im Buch abweicht). Besonders Percy fand ich gut, denn im Buch finde ich es etwas sehr unrealistisch, dass Percy erst 12 sein soll.
Mit meinen 14 Jahren gehöre ich warscheinlich auch mit zu der Zielgruppe dieses Filmes.
Hätte ich das Buch zuerst gelesen und anschließend den Film gesehen, hätte es sein können, das meine Rezension anders ausgefallen wäre, aber so gebe ich ihm fünf Sterne.
Wer das Buch noch nicht gelesen hat sollte zuerst den Film sehen. danach kann man das Lesen auch noch genießen, denn selbst der "Böse" ist im Film jemand anders...
Auf Grund des Hauptdarstellers sollte der Film auch an keinem Mädchenabend fehlen :-)!!!!!
Moderne Jugend meets griechische Mythologie!
"Percy Jackson - Diebe im Olymp" ist eine actionreiche, abenteuerliche Verfilmung des ersten Bandes der gleichnamigen Romanreihe von Rick Riordan.
Die Grundidee ist dabei, daß die griechischen Götter und Fabelwesen tatsächlich existieren und auch heute noch Halbblut-Kinder gezeugt werden.
Percy ist so ein Halbgott. Der Sohn von Meeresgott Poseidon, einem der "Grossen Drei". Das wird dem Zuschauer auch ohne viel Federlesens beigebracht. Der Junge wird damit schonungslos konfrontiert und immer wieder ins kalte Wasser geworfen. Wortwörtlich.
Eine kleine Einführung wäre allerdings ratsamer gewesen. Stattdessen hetzen die Hauptcharaktere ( Percy, Athenetochter Annabeth und Satyr Grover ) von einer Action-Szene in die nächste. Dadurch besteht durchgehend eine gewisse Erklärungslücke ( für Buch-Nichtkenner ).
Im Vergleich zur Buchvorlage gibt es zudem die üblichen Veränderungen. Die grösste davon dürfte das Alter der Charaktere sein. Diese steigt von 12 auf 16 Jahre.
Dann kommen im Film noch Elemente vor, die eigentlich zum zweiten Band gehören ( z.B. die mehrköpfige Hydra oder Percys Zyklop-made Schild ). Dazu noch wird der rote Faden der Bücher - nämlich die Prophezeiung, daß ein Kind eines der "Großen Drei" den Olymp stürzen wird - völlig weggelassen. Dies drei Dinge lassen bei mir die Schlußfolgerung zu, daß keine Fortsetzungen geplant sind. Was ich recht schade finde, aber andererseits ist dies grade der Trend, alle Jugendbuchverfilmungen beim ersten Film zu belassen.
Wie gesagt, Veränderungen sind unumgänglich.
Leider lassen manche davon nicht mal die Essenz der Vorlage vollständig. Wie hier.
Es gibt hier allerdings zwei so grosse Veränderungen, die ein regelrechtes Manko für mich darstellen. Eines davon fällt natürlich nur dem Buch-Fan auf, das andere dem Fan griechischer Mythologie.
1)
Es besteht ein Mangel an wichtigen Persönlichkeiten im Film.
Die da wären Kriegsgott Ares, seine Tochter und Percys erbitterte Rivalin Clarisse ( Anmerkung: Wer würde Draco Malfoy weglassen? ), sowie der Weingott Dionysos alias Campleiter Mr. D.
Eigentlich bekleiden diese Figuren tragende Nebenrollen. Ebenso Thalia, die verwunschene Tochter von Zeus. Hier wurden sie alle einfach wegrationalisiert ( was ein weiteres Indiz dafür ist, daß keine Fortsetzungen geplant sind ). Obwohl das nicht ganz zutrifft ... sie wurden genau genommen mit anderen Charakteren veschmolzen sind ( z.B. Clarisse mit Annabeth und Mr. D mit dem Zentauren Chiron ).
Ganz besonders fatal ist das beim Titan Kronos ... immerhin der Hauptbösewicht der Serie ( Anmerkung: Wer würde Voldemort unerwähnt lassen? )
2)
Es wird ein falsches Bild der griechischen Unterwelt präsentiert. Wie der Autor bereits in seinem Schlußwort zum ersten Band sagt, wollte er für die Kinder und Jugendlichen die griechische Mythologie auf moderne Weise aufbereiten.
Doch die Filmleute haben aus der Unterwelt ein feuriges Hölleninferno gemacht und aus Hades eine Art Feuerteufel. An sich wäre das nicht weiter schlimm, doch wenn man vorhatte, den jungen Zuschauern die griechische Mythologie näherzubringen ... dann schon.
Hier stimmt nämlich nur der Anfang mit dem Fährmann und dem Totenfluss Styx.
Wer sich mit dem Mythos auskennt, der weiß natürlich, daß der Rest im Film völlig falsch dargestellt ist ( nebenbei bemerkt ... wer würde für die Hölle Eintritt zahlen/verlangen? Hier wiederspricht der Film schon mal der logischen Vernunft ). Die Unterwelt ist ein Ort für die Seelen der Toten ( ALLER Toten, nicht nur der Verdammten ... innerhalb der Unterwelt selber wird zusätzlich unterteilt in Elysion für die Seligen, Tartaros für die Verdammten und Asphodeliengrund für den Rest ) und Hades ist folglich ein Todesgott ... und kein antiker Satan-Verschnitt bitteschön. ><
Übrigens ist Götterschmied Hephaistos ( röm. Vulcanus!!! ) der Gott des Feuers.
Ehrlich gesagt wundert es mich nicht, daß die Amis dies ( wohl absichtlich ) verwechseln und gleich alles auf christlich stilisieren müssen ( was ich kritikwürdig finde ). Viele junge Leute kennen sich mit dem Stoff halt nicht aus und glauben dann natürlich, daß die Unterwelt mit der Hölle gleichzusetzen sei.
( Griech. ) Unterwelt = Hölle? *pfft* Wird sogar von Persephone so bezeichnet ( Zitat *adressiert an Hades*: Ich bin doch schon in der Hölle, was kannst du mir noch antun? ) Dazu sieht die gesamte Unterwelt ( inkl. des Tartaros ) so aus, als hätte der Designer das Gemälde "Höllensturz der Verdammten" von Rubens oder Ähnliches vor Augen gehabt *seufz*
Und ausserdem fällt mir noch auf, daß man Zerberus ( dreiköpfiger Wächterhund ) weggelassen hat. Wie kann man Zerberus bei der Darstellung der griech. Unterwelt bitte auslassen ... und ihn stattdessen durch drei nichtssagende Höllenhunde ersetzen? *doppel-seufz* Wollte man etwa Ähnlichkeiten mit Fluffy ( aus Harry Potter ) vermeiden? Sorry aber Fluffy ist eine Abkupferung von Zerberus. Das Vieh gehört definitiv vor die Tore der Unterwelt. Basta. Das erinnert mich irgendwie an die Verfilmung von ERAGON, in der man die Ohren der Elfen und die geringe Körpergrösse der Zwerge ausliess ... weil dies zuviel Ähnlichkeit mit "Herr der Ringe" gehabt hätte.
Wie man sieht, können nicht nur Buchfans, sondern gleichzeitig auch Fans der griechischen Mythologie, vom Film ( mehr oder weniger ) enttäuscht sein. Letztere sogar ganz besonders.
Ich selber finde das Erste noch verschmerzbar ( bin bei Buchverfilmungen nicht besonders pingelig ) aber bei Letzterem bekomme ich regelrecht Magenkrämpfe ( weltberühmte Mythen sollten nicht einfach so völlig verdreht wiedergegeben werden ... v.a. wenn schon die Buchvorlage diese relativ unbeschadet übernommen hat ) .
Zum Glück reißt Grovers Verhalten ( humorvoll gespielt von Brandon T. Jackson ) einen großen Teil der Missgunst wieder raus, da auf sein Konto die meisten Lacher gehen und es davon nicht wenige gibt. Auch Uma Thurman als Medusa überzeugt.
Ebenso Steve Coogan als Hades ( d.h. wenn er mal nicht als Feuerteufel auftritt ... o.k. diese falsche Gottes-Darstellung wurmt mich wohl am meisten >< ) und auch seine Frau Persephone, gespielt von Rosario Dawson. Allerdings verhalten sich die beiden mehr wie der feurige Kriegsgott Ares und die mannstolle Liebesgöttin Aphrodite aus dem Buch ( Soll das etwa eine beabsichtigte "göttliche Sparmaßnahme" für den Film sein? Ganz sicher. Eine Charakter-Verschmelzung wie ich sie oben schon erwähnte. )
Der Rest der Schauspieler-Riege spielt entweder solide ( z.B. Sean Bean als Zeus und Kevin McKidd als Poseidon ) oder ist nicht beurteilbar ( denn leider haben die meisten davon nur sehr kurze Auftritte ).
Die deutsche Synchro von Logan Lerman alias Percy Jackson klingt allerdings an manchen heftigen Szenen etwas emotionslos und wirkt dadurch unglaubwürdig ( z.B. hätte er schon ein wenig verzweifelt schreien und ein wenig später auch mehr trauern können, als seine Mutter sich vor seinen Augen in Nichts auflöst ).
Wenn man einfach nur ein actiongeladenes Abenteuer erwartet, unterhält der Film natürlich schon und ist durch sein Tempo auch sehr kurzweilig. Man sollte für den ungetrübten Filmgenuß jedoch lieber völlig unwissend sein ( bezüglich der Buchvorlage und der Mythologie ).
Die Computer-Effekte sind Standard und werden hier inflationär eingesetzt ( was allerdings gut passt ).
FAZIT:
Eine solide abenteuerliche Action-Orgie für Jugendliche und gleichzeitig eine etwas enttäuschende Verfilmung eines Romans mit griechischem Mythos als Grundidee. Bei Interesse an der Story würde ich daher das Lesen des Buches bzw. der Buchreihe empfehlen.
Es wurden inzwischen die ersten drei Bände gleichzeitig herausgebracht ( Band 1: Percy Jackson 01. Diebe im Olymp ).